Käthe Be, C.O. Caspar, Enno P. Gramberg, Traute, 6945835

paranorm Video-Dokumente: bildende Kunst - Performance - Musik - Literatur - darstellende Kunst 
C.O. Caspar. Graf Haufen, Käthe Be (rechts). mirjam lehnert (6945835) Video/Stills: © ralf roszius 
paranormale Kunstkerne
Veranstaltung
Galerie paranorm, West-Berlin
10. April 1987
Farbe, 48 Min., PAL (4:3-Format)
Edition paranorm

Protokoll No.01

Titel: paranormale Kunstkerne Datum: 10.04.- 21.04.1987 Ort: Galerie paranorm
Künstler: Alpenröschen, Käthe Be, C.O. Caspar, Enno P. Gramberg, Nänzi,
Dagmar P., Vraenck Poppner, Traute, Vv, 6945835, Int. Mailart (Sammlung Graf Haufen)
Dokumentation: Video -
ralf roszius
Artikel taz vom 21.04.1987, Interview mit Graf Haufen im Radio 100 am 13.04.1987

Kommentar: Das Programm der Vernissage:
Als Conferencier Käthe Be. Caspar robbt durch die Galerie Richtung Eingang, zieht sich an einem Hammer, den er in beiden Händen hält, nach vorne, Aufschlag des Hammers und „never return" (laut von ihm gebrüllt) begleiten das Ganze. Am Eingang ein kleines Podest. Dort baut er sich auf, setzt sich eine Schweisserbrille auf, keucht, stöhnt beim Anblick der diversen Zeitungen, die er sich aus den Taschen zieht. Orgasmusgestöhne. Traute spielt Akkordeon. Alpenröschens Pornoshow besteht aus zwei Marionetten, er und sie sind übergeil, als er schlapp macht, sucht sie sich einen neuen lover zwischen dem Publikum. Die Show bricht hier ab.
Enno P Gramberg liest HUM BUG. 6945835: gute Musik. Mirjam hängt von der Decke herunter, Krypton ebenfalls (roter Kopf ...). Vraenck veranlaßt uns, eine Minute für Andy Warhol zu schweigen. Danach Graf Haufen's super disco mix. Im oberen Teil gibt's Schuhplattlerhits von Christian.
Ines Ruf



PARANORMALE KUNSTKERNE

Das Projekt „paranormale Kunstkerne" ist ein Gemeinschaftsprojekt der Galeristen Graf Haufen und
ralf roszius. Es ist zunächst auf ein Jahr projektiert, beginnend im April 1987. Es ist vorgesehen, alle 14 Tage wechselndes Programm zu bieten. Wir auferlegen uns keinerlei programmatische Beschränkungen, so planen wir neben herkömmlichen Ausstellungen von Bildern, Zeichnungen und Skulpturen auch Performances, Installationen, Environments, Videovorstellungen, Computereinsätze, Musikveranstaltungen, Themenausstellungen. Wir werden uns als „Programmacher" weitgehendst im Hintergrund halten, unsere Planungen sollen einen Zeitraum von ca. zwei Monaten maximal nicht überschreiten. Wir wollen flexibel sein und für kurzzeitige Einflüsse offen bleiben. Die Förderung von jungen Berliner Künstlern steht gleichberechtigt neben der Förderung internationaler Künstler. Die Kommunikation steht an erster Stelle. Die Finanzierung der einzelnen Ausstellungen, Aktionen etc. ist von den Ausführenden zu tragen, kann gegebenenfalls durch Eintrittsgelder ersetzt werden. Ein Anspruch auf Gage besteht nicht. Die Ausstellungen und Präsentationen können sowohl nur an einem Ort stattfinden, als auch sich auf zwei oder alle drei Plätze erstrecken. Es werden Ergänzungen oder Kontrapunkte angestrebt, die den Zusammenhang der in den Räumen gezeigten Kunst verdeutlichen sollen. Die Verschiedenheit der Räume kann dadurch bewußt eingesetzt werden. Jede Veranstaltung wird von den Verantwortlichen mittels Fotografie und Videoaufzeichnung (gegebenenfalls zusätzlich Audioaufzeichnungen) dokumentiert. Wir empfinden unser Projekt als notwendige Ergänzung des Vorhandenen und wollen durch unser „konzeptloses" Konzept einen möglichst gegenwartsnahen Ausdruck erreichen.

Räume: Galerie paranorm, Artcore Gallery, Parade Reposte
__________
Artcore Gallery, Galerie paranorm
In: Konzeptpapier. Berlin, 1987




© 2020 paranorm.de
: Impressum