Norbert von Hoetmar

paranorm Video-Dokumente: bildende Kunst 
Video/Stills: © ralf roszius 
Malerei der 4. Art
Ausstellungsvorbereitungen
Stadtwerke Münster
2. Februar 2006
Farbe, 22 Min., PAL (4:3-Format)
Edition paranorm

von Hoetmar wurde am 04.02.1955 in Warendorf geboren. Nach seinem Betriebswirtschaftsstudium an der Fachhochschule Münster, zog der Künstler 1980 nach Berlin und entwickelte in den folgenden Jahren als Autodidakt seine spezielle Malerei.

Ein permanenter Emeuerungs- und Auflösungsprozess fasziniert den Betrachter. Durch verfeinerte Technik vielschichtiger Malerei mit Acryllack und Kunstharz auf transparenter Leinwand (Nessel) und den hinterlegten Leuchtstoffröhren erscheint durch Lichtmodulation im Zeitablauf ein spannender Motivwechsel auf der Bildoberfläche.
Tagsüber ist nur die oberste, abstrakt angelegte Malschicht sichtbar, die an eine Gitterstruktur und Eiskristalle erinnert. Mit zunehmender Dunkelheit im Raum gewinnt das Licht der Leuchtstoffröhren, die hinter der Leinwand verborgen sind, an Kraft und lässt die unter der Maloberfläche angelegten Farbschichten hervortreten. Farben und Konturen verändern sich.
An der Bildoberfläche findet eine ständige Modulation statt. Gegenständliches, zumeist figürlich, bildet sich heraus und verschwindet wieder mit dem beginnenden Tag. Dieser Kreislauf wird durch den Tagesablauf von 24 Stunden bestimmt. Das statisch klassische Tafelbild wird erweitert durch eine sichtbare Veränderung, das Bild ist dynamisch.
Malerisch steht die Figur im Vordergrund, konzeptionell die Darstellung von Gegensätzen in Form eines abstrakten Bildes und eines gegenständlichen Bildes sowie die Erfahrbarkeit von Zeit.
Sonja Brecht
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In: Pressetext zur Ausstellung. Münster, 2.2.2006




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