Dagmar Anuth

paranorm Video-Dokumente: Musik 
Video/Stills: © ralf roszius 
Brecht
Konzertabend
junges theater bonn, Bonn
4. Dezember 2004
Farbe, 46 Min., PAL (4:3-Format)
Edition paranorm

Konzertabend

am Flügel: Ulrich Eick-Kerssenbrock
Regie und Sprecherin: Sandra Kreisler


Gedanken zum Programm:
Ich freue mich sehr, dass Sie heute Abend meine Gäste sind und wünsche Ihnen einen unterhaltsamen und gleichzeitig anregenden Abend. Unterhaltung, Reflexion und Provokation schlossen sich für Bertolt Brecht nie aus, ganz im Gegenteil: Er war stets bestrebt, dass seine vertonten und stets politischen Texte „Gebrauchswert erhalten".
Den heutigen Konzertabend mit Liedern, die vor fast einem Jahrhundert von Brecht und seinen Co - Autor/innen in der von Fuegi so genannten „Brecht-Werkstatt" sowie seinen Komponisten verfasst wurden, möchte ich Ihnen in aktuellen politischen und gesellschaftskritischen Bezügen präsentieren. Die Texte, die Brecht zugeschrieben wurden, haben bis heute nichts an Aktualität eingebüßt und sind - leider - noch genauso brisant wie vor nahezu einhundert Jahren. Die zentralen Themen von Gesellschaften haben sich nicht geändert. Der einzige Unterschied zum damaligen gesellschaftlich - politischen Kontext von Bertolt Brecht scheint darin zu bestehen, dass sich die seinerzeit fokussierten Konflikte heute in einer globalisierten und vernetzten Welt abspielen. Die Zeiten heute sind andere als die Zeiten des Wirkens von Bertolt Brecht und seinen Co - Autor/innen, jedoch hat sich der Mensch nicht viel verändert und wenig dazu gelernt. Die Texte von Francois Villon begründen ihren ergänzenden Platz dadurch, dass viele der Brecht'schen Texte, vor allem die aus der Dreigroschenoper, auf seinen Gedichten beruhen.
Dagmar Anuth
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In: Programmheft. Bonn, 27.11. u. 3./4.12.2004




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