Kain Karawahn, *1959, Salzgitter, 4 Kinder, lebt in Berlin und Blossin, beschäftigt sich seit 1983 in Theorie und Praxis mit der Beziehung Mensch und Feuer in bildender und darstellender Kunst, Pädagogik und Philosophie. Derart entstanden Kooperationen mit Unesco-Welterbestätten (u.a. Zeche Zollverein Essen, Rammelsberg Goslar, Stromboli/Äolische Inseln), mit Museen (u.a. Museum Folkwang Essen, ZKM Karlsruhe), mit Theatern (u.a. Volksbühne Berlin, Schauspielhaus Bochum, Theater Baden-Baden), mit Unternehmen (u.a. Siemens, Thyssen, Volksbank, VW), mit Funk (u.a. WDR und Deutschlandradio) und Fernsehen (u.a. ARD, SWR, NDR, MDR, ARTE, 3sat, ZDF). Darüber hinaus hatte er weltweite Ausstellungs-, Video- und Filmpräsentationen auf Festivals, in Museen und Galerien. Seine videokünstlerischen Arbeiten waren mehrfach für internationale Tourneeprogramme (u.a. durch verschiedene Goethe-Institute) juriert worden.

Karawahns Interesse an der Wirkung von Vulkanismen auf Befindlichkeit und Kunst führte 1999 zum Start des „Feuersalons", einer einmal jährlich von ihm organisierten internationalen und interdisziplinären Begegnung auf dem aktiven Vulkan Stromboli. Hieraus resultierten u.a. 2005 das interdisziplinäre und internationale Ausstellungsprojekt Eruzione d'arte a Stromboli, 2006 die vulkan-und-kochen-spezifische Installation Tafeln im Zentrum der Herdplattentektonik in der Berliner Galerie für Kochen und Kunst Zagreus-Projekt, 2007 die Projektexpeditionen „Reise zum Ein- und Ausgang vom Mittelpunkt der Erde" (Stromboli und Island) und 2008 der VulkanFestAkt in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn. 2009 erschien am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin, Fakultät Philosophie und Geisteswissenschaft, Sandro Brandls Magisterarbeit: Kraterkunst - Zur theatralen Dimension der Vulkanprojekte von Kain Karawahn und James Turrell. 2012 realisierte er im Rahmen eines Lehrauftrages am Institut für Theaterwissenschaft FU Berlin mit StudentInnen das Projekt AusbruchsStudienTheaterExpedition - Experimente zur Theatralität und Medialität von Naturschauspielen am Beispiel italienischer Vulkane, worüber das Buch Teatro Vulcano erscheinen wird.

Seit 1993 praktiziert Kain Karawahn die Vermittlung kultureller und künstlerischer Feuerkompetenz in Kita, Schule, Universität und Erwachsenenbildung. Seit 2007 Weiterbildungen u.a. im Auftrag des Berliner Senats (SFBB), des Deutschen Feuerwehrverbandes, der Feuersozietät Öffentliche Leben Berlin Brandenburg und der Unfallkasse Berlin. 2009 veröffentlichten die Aktion „Das Sichere Haus" (Hamburg) und die Unfallkasse Berlin die von Karawahn konzipierte 52seitige Broschüre Faszination Feuer! (mittlerweile in der 4. Auflage), eine Handlungsanweisung zum Thema Streichholz, Feuerzeug und Kerze für Eltern und Erzieher. Ebenfalls 2009 erfuhr das von Karawahn konzipierte Feuer- und Kunstprojekt Brandklasse III u.a. mit Mitteln der Bundesregierung und der Europäischen Union eine Durchführung mit acht dritten Klassen an vier Grundschulen in Berlin-Moabit. Bereits zweimal kürten die Kulturstiftung der Länder und die Deutsche Bank Stiftung unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Projekte von Karawahn zu ersten Preisträgern im KINDER ZUM OLYMP! Wettbewerb „Schulen kooperieren mit Kultur": 2008 das Projekt GEGENfeuer in der Sparte Bildende Kunst, Kulturgeschichte, Altersgruppe Klasse 1-4, eine Zusammenarbeit mit der James-Krüss- Grundschule Berlin-Moabit und 2010 das Schüler-Seniorenprojekt Feuerzeugen in der Sparte Film und Neue Medien, Altersgruppe Klasse 10-13, eine Zusammenarbeit mit der Fritz-Karsen-Schule Berlin-Neukölln. Der Film „Feuerzeugen" erhielt darüber hinaus beim Bundesfestival Video 2010 den Sonderpreis „Dialog der Generationen". 2011 erschien das feuerwehr-kinder-katastrophen-muster-freie Kinderbuch von Sybille Anderl und Kain Karawahn Die Feuersalamanderin oder Wie das Feuer zu unseren Eltern kam. 2012 erhielt Karawahn für sein Weiterbildungslehrmodell „feuerMACHEN kulturell" sowohl den 2. Preis als auch den Publikumspreis des vom Bildungsministerium Brandenburg ausgelobten Weiterbildungspreis 2012.

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