Nänzi ist der Künstlername von Sybille Reichert (* 1962 in Boxberg in Baden; † 15. November 2013 in Berlin). Sie war eine deutsche Bildhauerin.


Aufgewachsen auf einem Bauernhof war Nänzi über lange Jahre Teil der Punkszene zuerst in Karlsruhe, später dann in Berlin. Nach dem Drogentod ihres damaligen Freundes schwor sie Drogen und Alkohol ab und studierte von 1990 bis 1996 an der Hochschule der Künste in Berlin. Sie war bei Joachim Schmettau Meisterschülerin. Sie lebte und arbeitete nach dem Studium in Berlin-Prenzlauer Berg. Unter anderem erhielt sie 2007 den Kunstpreis und den Publikumspreis in Schwarzenberg im Erzgebirge. Auf den Berliner Vernissagen war sie in ihrer inszenierten Punk-Erscheinung "ein Hingucker."
„In ihren eigenwilligen, farbigen Plastiken formte Nänzi dezidiert weibliche Körper und betonte ihr spezifisch weibliches Formgefühl für den Frauenkörper." (Dr. Barbara Clemens) "Sie war die Inkarnation des Lebendigen, Selbstbestimmten; sie war eigensinnig und radikal, liebenswürdig und arbeitswütig und hat auch sich selbst als Kunstwerk immer neu erfunden." (art in berlin)
Am 15. November 2013 verstarb sie unerwartet.


Einzelausstellungen

2014: Second Home Projects, Berlin
2008: Werkstattgalerie, Berlin
2005: Kommunale Galerie Wilmersdorf, Berlin
2004: Galerie Sebastian Drum, Schleswig
2003: Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf, Brandenburg
2002: Galerie 61, Bielefeld
2002: Galerie Taube, Berlin
2000: Rathaus Boxberg, Boxberg (Baden-Württemberg)
1997: Kunsthaus Erfurt
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Nänzi Alone, 1987. In: paranorm Video-Dokumente: bildende Kunst Video/Stills: © ralf roszius 


s.a. Nänzi. In: paranorm Archiv zeitgenössische Kunst
s.a. Nänzi. In: : Galerie paranorm I Zeitriß
s.a. Nänzi. In: //paranorm Video-Dokumente: Performance



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