Ernest Wichner 


Hartmut AndryczukMarius BabiasF.W. BernsteinPeter Broska, Isabelle Chemin, Henri ClervalGraf Haufen, Enno P. Gramberg, 
Gabriele GutzmannMichael KrauseHubert Fabian KultererTilmann LehnertOskar PastiorMartin PohlScarlet Scardanelli
Schwanger Nr7, Norbert TefelskiUli Trepte, Ernest Wichner
Literatur paranorm 1987
Galerie paranorm, Hochschule der Künste, Lila Eule u.a.O., West-Berlin, 1987
Länge: 01:38:02

 

Ernest Wichner (* 17. April 1952 in Zăbrani (deutsch Guttenbrunn), Banat, Volksrepublik Rumänien) ist ein deutscher Schriftsteller und Übersetzer. Wichner war von 1988 bis 2003 stellvertretender Leiter des Literaturhauses Berlin und von 2003 bis 2017 dessen Leiter.

Wichners Vater war Schneider und arbeitete nach der Ausreise aus Rumänien in der Herrenkonfektion von Hertie. Ernest Wichner besuchte das Nikolaus Lenau Lyzeum und war danach Student der Germanistik und Rumänistik an der späteren Universität des Westens Timișoara. Er war Gründungsmitglied des Schriftstellerkreises Aktionsgruppe Banat, der von 1972 bis 1975 bestand. 1975 siedelte er in die Bundesrepublik Deutschland über, wo er ein Studium der Germanistik und Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin absolvierte. Ernest Wichner gehört dem deutschen PEN-Zentrum an. Wichner lebt als Autor, Literaturkritiker, Übersetzer und Herausgeber in Berlin. Er ist Mitglied der Neuen Gesellschaft für Literatur (NGL) und war für sie von 1984 bis 1985 als Leiter der Geschäftsstelle tätig. Seit 1988 dort beschäftigt, war er von 2003 bis Ende 2017 Leiter des Literaturhauses Berlin.
Wichner begleitete 2004 Oskar Pastior und Herta Müller auf einer Reise in die Ukraine an die Lagerorte, in denen Pastior zwischen 1945 und 1949 als rumäniendeutscher Zwangsarbeiter verschleppt war. Pastiors Erinnerungen verdichtete Müller in ihrem Roman Atemschaukel.
Im Jahre 2014 war Ernest Wichner mit seiner Übersetzung des Romans Buch des Flüsterns des rumänisch-armenischen Schriftstellers Varujan Vosganian für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Sparte Übersetzung nominiert, 2018 war er es mit dem Roman Oxenberg & Bernstein von Cătălin Mihuleac. 2020 wurde Wichner für seine Übersetzungen rumänischer Literatur ins Deutsche mit dem Johann-Heinrich-Voß-Preis für Übersetzung ausgezeichnet. Die Jury würdigte, dass Wichner nicht nur Autoren entdecke, sondern auch sie über Jahrzehnte begleite, um sie in der deutschsprachigen Literatur zu verankern.

Biografie „Ernest Wichner“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 30. Juli 2020, 16:21 UTC. 
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